Hochwassernachrichtendienst Bayern

Archivierte Lageberichte

Hochwasserlagebericht Nr. 14 (Archiv) ausgegeben am 23.02.26, 11:00 Uhr

Das Winterhochwasser hat in Nordbayern an zahlreichen Gewässern zu leichten Ausuferungen in Meldestufe 1 geführt, vielerorts auch zu Meldestufe 2, durch Niederschläge mit Schneeschmelze am Fuß der Mittelgebirge heute im Scheitel vereinzelt auch Meldestufe 3. In Südbayern wird die Entwicklung noch beobachtet.

Der Schwerpunkt des Hochwassers liegt heute im Bayerwald und Fichtelgebirge. Im Einzugsgebiet des oberen Main bis Kemmern kommt es im Verlauf der Hochwasserwelle verbreitet zu leichten Ausuferungen in Meldestufe 1. Am weißen Main (Bad Berneck) und der Steinach (Fürth am Berg) sind die Scheitel in Meldestufe 3 erreicht, in Ködnitz nähern sich die Wasserstände im Scheitel noch Meldestufe 3. Auch im Einzugsgebiet der Röslau, der fränkischen Saale und der Wern muss weiterhin mit erhöhten Wasserständen um Meldestufe 1 gerechnet werden. In diesen Gebieten wird sich die Hochwasserlage im Verlaufe des Tages, bzw. ab Dienstag wieder entspannen.
Das Hochwasser in Mittelfranken hält weiter an, überwiegend muss mit leichten Ausuferungen in Meldestufe 1 gerechnet werden, diese sind sowohl bereits eingetreten, werden aber auch noch erwartet. An der unteren Aisch, Fränkischen Rezat, Wörnitz und Thann bleibt Meldestufe 2 überschritten, bzw. wird noch erreicht ggfs. an der Pegnitz (Michelfeld) und der Rauhen Ebrach (Vorra). Auch die untere Wörnitz in Schwaben steigt in Harburg noch weiter in Meldestufe 2, ob Meldestufe 3 erreicht wird, bleibt noch abzuwarten. Auch die untere Altmühl steigt noch an und es kann zu leichten Ausuferungen in Meldestufe 1 kommen. Rund um Mittelfranken lassen die weiter vorhergesagten Niederschläge das Hochwasser durch Wiederanstiege anhalten.

Im Regeneinzugsgebiet sind die Scheitel im Oberlauf nahezu erreicht. Die Hochwasserwelle läuft im Tagesverlauf bei Meldestufe 1 bis 2 ab, im Unterlauf ab Cham bis Nittenau werden die Scheitel erst im Verlauf der Nacht und des morgigen Tages in Meldestufe 3 erwartet, auch Marienthal nährt sich dabei Meldestufe 3. Im Naab-Einzugsgebiet und an der Schwarzen Laber baut sich das Hochwasser derzeit in Meldestufe 1 noch weiter auf, an der Haidenaab (Pressath), Waldnaab (Neustadt) und im Gebiet der Schwarzach werden die Scheitel in Meldestufe 2 erwartet. Auch an der Ilz läuft eine Hochwasserwelle ab, die in Kalteneck noch knapp Meldestufe 1 erwarten lässt.

Mit der Verlagerung des Niederschlagsschwerpunktes nach Südbayern können auch vereinzelt noch südliche Zuflüsse zur Donau leichte Ausuferungen zeigen, in Folge dann ggfs. auch in Donauwörth an der Donau. Die Wasserstände an der unteren Donau ab Regensburg bis Vilshofen steigen weiter und erreichen zunächst Meldestufe 1, im Abschnitt ab Straubing ab Dienstag auch Meldestufe 2. Die Entwicklung im Inneinzugsgebiet wird weiter beobachtet.

Gemäß DWD Vorhersage kommt es heute wiederholt zu Schauern. In der Nacht zum Dienstag zieht eine Warmfront von Südwesten her auf, Dienstag tagsüber kommt diese allerdings nur langsam ostwärts voran und regnet sich über Bayern aus. Am Alpenrand kommt es zu Dauerregen. Zum Mittwoch hin wird dann ein Hochdruckgebiet wetterbestimmend und die Hochwasserwellen können sich wieder abbauen, bzw. laufen in den großen Gewässern ab.

Nächster Bericht morgen gegen 11:00 Uhr


Lokale kurzfristige Abweichungen von dieser Gesamteinschätzung für Bayern sind auf Grund der Unsicherheiten in der Vorhersage jederzeit möglich. Die Vorhersagen an den Pegeln und die Warnungen werden entsprechend fortlaufend aktualisiert.

Zur regionalen Hochwasserlage siehe auch unter Warnungen.

Hinweis: Für lokale Überschwemmungen, wie sie z.B. durch örtlich begrenzte Starkregen (Gewitter) auftreten, können keine Warnungen und Vorhersagen erstellt werden.