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Archivierte Lageberichte
Hochwasserlagebericht Nr. 12 (Archiv) ausgegeben am 22.02.26, 12:00 Uhr
Infolge des Tauwetters mit Regen sind vor allem in westlichen Mittelfranken vielerorts die Gewässer bereits in Meldestufe 1 angestiegen. Heute weitet sich das Winterhochwasser nördlich der Donau weiter aus mit leichten Ausuferungen in Meldestufe 1 bis 2, vereinzelt im Scheitel am Montag auch Meldestufe 3.
Derzeit zeigen die Gewässer in Mittelfranken ausgehend von der Frankenhöhe von der Tauber über Wörnitz, obere Altmühl, obere Rezat, aber auch an der unteren Aisch und Zenn verbreitet leichte Ausuferungen in Meldestufe 1, in Thann und der Aisch auch wieder in Meldestufe 2. An der unteren Altmühl können sich mit der ablaufenden Welle auch noch leichte Ausuferungen in Meldestufe 1 einstellen. Im Laufe des Tages und der Nacht werden für weitere Pegel im Einzugsgebiet der Regnitz leichte Ausuferungen erwartet, an der fränkischen Rezat und lokal an der Zenn kann auch Meldestufe 2 erreicht werden.
Auch in Schwaben kommt es an der Wörnitz und der Paar von Dasing bis Aichach zu einem kleinen Winterhochwasser mit leichten Ausuferungen, in Dasing gehen die Wasserstände bereits zurück, an der unteren Wörnitz in Harburg wird noch Meldestufe 2 erwartet. Die Wasserstände in Donauwörth steigen entsprechend auch noch bis knapp an Meldestufe 1 heran.
Mit der Zunahme des Tauwetters bis in die Kammlagen der Mittelgebirge weitet sich das Hochwasser auch auf diese Gebiete aus mit Schwerpunkten im Fichtelgebirge und Bayerwald. Im Einzugsgebiet des oberen Main bis Mainleus wird eine neue Hochwasserwelle an vielen Gewässern Meldestufe 1 bis 2 erreichen, am weißen Main können sich die Wasserstände auch Meldestufe 3 annähern. Auch im Einzugsgebiet der Röslau und der fränkischen Saale muss häufig mit erhöhten Wasserständen um Meldestufe 1 gerechnet werden.
In der Oberpfalz und Niederbayern werden für den Regen erste leichte Ausuferungen in Meldestufe 1 bis 2 für die kommende Nacht erwartet, im Verlauf des Montags dann die Scheitel, in Cham und ggfs. Nittenau auch in Meldestufe 3. Im Naabeinzugsgebiet und an der Schwarzen Laaber, sowie der Abens steigen die Wasserstände nur sehr lokal bis in den Bereich von Meldestufe 1, nur an der Haidenaab (Pressath) wird auch Meldestufe 2 knapp erreicht. Zu Wochenbeginn wird in Folge auch die untere Donau voraussichtlich von Regensburg (ggfs. Kelheim) bis Hofkirchen Hochwasser in Meldestufe1 führen, ob ab Dienstag auch noch Meldestufe 2 möglich ist, bleibt abzuwarten. Ebenso muss auch noch die Entwicklung ab Wochenbeginn in den südöstlichen Einzugsgebieten beobachtet werden.
Gemäß DWD Vorhersage ziehen heute und in der Nacht zum Montag weitere Regengebiete durch. Der Niederschlagsschwerpunkt verlagert sich am Montag weiter nach Südosten, so dass in den von Hochwasser betroffenen Bereichen nur noch geringe Niederschläge erwartet werden, im Bayrischen Wald auch noch am Montag durch Schneeschmelze erhöht. Ab Dienstag gibt es trockenes Wetter und die Hochwasserwellen können sich wieder abbauen, bzw. laufen in den großen Gewässern ab.
Nächster Bericht heute gegen 21:00 Uhr
Lokale kurzfristige Abweichungen von dieser Gesamteinschätzung für Bayern sind auf Grund der Unsicherheiten in der Vorhersage jederzeit möglich. Die Vorhersagen an den Pegeln und die Warnungen werden entsprechend fortlaufend aktualisiert.
Zur regionalen Hochwasserlage siehe auch unter Warnungen.
Hinweis: Für lokale Überschwemmungen, wie sie z.B. durch örtlich begrenzte Starkregen (Gewitter) auftreten, können keine Warnungen und Vorhersagen erstellt werden.