Hochwassernachrichtendienst Bayern

Archivierte Lageberichte

Hochwasserlagebericht Nr. 4 (Archiv) ausgegeben am 13.02.26, 17:30 Uhr

Durch die wiederholten Regenfälle sind die Pegel Fürth am Berg/Steinach, Schenkenau/Itz und Laufermühle/Aisch in den Bereich der Meldestufe 3 gestiegen. Ansonsten zeigen die meisten nordbayerischen Pegel ein Hochwasser mit Ausuferungen in den Meldestufen 1 und 2.

Seit Mittwoch treten in Nordbayern immer wieder Regenfälle auf, die in Verbindung mit der regionalen Schneeschmelze das Hochwasser verursachen.

Die Meldestufe 3 zeigen derzeit folgende Pegel: Fürth am Berg/Steinach und Laufermühle/Aisch. Schenkenau/Itz befindet sich noch im Bereich der Meldestufe 3.

An folgenden Pegeln im Regnitz-Einzugsgebiet werden die Überschreitungen der Meldestufe 2 noch länger anhalten: Vorra/Rauhe Ebrach, Röbersdorf/Reiche Ebrach, Rappoldshofen und Greiendorf/Aisch, Hüttendorf/Regnitz, Michelfeld/Pegnitz und Wernfels/Fränkische Rezat.

Im Oberen Maingebiet steigen die Pegel Ködnitz/Weißer Main und Mainleus/Main noch leicht in der Meldestufe 2, flussabwärts bis Kemmern resultiert ein Hochwasser in der Meldestufe 1. Im weiteren Verlauf des schiffbaren Mains kann evtl. morgen in Würzburg die Meldestufe 1 erreicht werden.

An der Fränkischen Saale hat der Hochwasserscheitel Salz in der Meldestufe 1 passiert und die Welle verlagert sich flussabwärts.

Bei den nördlichen Donauzuflüssen Wörnitz, Sulzach, obere Altmühl, Schwarze Laber, Vils, Regen und Naab tritt ein Hochwasser in den Meldestufen 1 bis 2 auf. Der Hochwasserscheitel am Regen erreicht in Kürze Kienhof im Bereich der Meldestufe 1 und das ablaufende Hochwasser wird am Pegel Amberg/Vils im Bereich der Meldestufe 2 erwartet. Im Naabeinzugsgebiet sind überwiegend noch leicht steigende Wasserstände zu verzeichnen, mit Pressath/Haidenaab sowie Neustadt/Waldnaab in der Meldestufe 2. Warnbach/Schwarzach steigt in den Bereich der Meldestufe 2. Der Pegel Thann/Altmühl zeigt weiterhin leichte Anstiege in der Meldestufe 2.

Die Hochwasserlage in Nordbayern (Bayern nördlich der Donau) geht zunächst mit zeitweiligen leichten Regenfällen weiter und lässt die Pegel gebietsweise noch leicht ansteigen. Ab Samstagnachmittag wird eine Wetterberuhigung erwartet, da die Niederschläge bis in tiefe Lagen in Schnee übergehen und vorübergehend am Sonntag abklingen. Hinweis: Für die Gebiete südlich der Donau und an der Donau selbst ist bis einschließlich des Wochenendes kein Hochwasser zu erwarten.

Gemäß DWD-Vorhersagen regnet es am Freitag noch öfter und das Niederschlagsdargebot aus Regen und Schneeschmelze beträgt 1 bis 10 mm, mit den höchsten Werten im Frankenwald, Fichtelgebirge, der Fränkischen Schweiz und im Bayerischen Wald. Die Schneefallgrenze liegt bei etwa 1000 m. Samstag erreichen neue Niederschläge das westliche Franken und evtl. das nördliche Schwaben. Innerhalb von 12 Stunden sind im Bereich mit den kräftigsten Niederschlägen Mengen zwischen 5 und 10, sonst 1 bis 5 mm realistisch. Die Niederschläge gehen allmählich bis ins Flachland in Schnee über.

Nächster Bericht morgen gegen 10:00 Uhr


Lokale kurzfristige Abweichungen von dieser Gesamteinschätzung für Bayern sind auf Grund der Unsicherheiten in der Vorhersage jederzeit möglich. Die Vorhersagen an den Pegeln und die Warnungen werden entsprechend fortlaufend aktualisiert.

Zur regionalen Hochwasserlage siehe auch unter Warnungen.

Hinweis: Für lokale Überschwemmungen, wie sie z.B. durch örtlich begrenzte Starkregen (Gewitter) auftreten, können keine Warnungen und Vorhersagen erstellt werden.