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Der Hochwassernachrichtendienst in Bayern (HND)

Zentrale im Landesamt für Umwelt

Die Leitung des Hochwassernachrichtendienstes liegt beim Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) am Dienstort München. Die Hochwassernachrichtenzentrale im LfU bildet eine zentrale Informationsdrehscheibe. Dort werden eingehende Informationen und Daten der Wasserwirtschaftsämter, des Deutschen Wetterdienstes, der benachbarten Länder und der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung gesammelt, ausgewertet und an die zuständigen Stellen verteilt. Ein detaillierter Hochwasserlagebericht wird über die Medien sowie über Internet und Telefonansage bereitgestellt.
 
In der Hochwassernachrichtenzentrale laufen alle Hochwassernachrichten von überörtlicher Bedeutung zusammen. Hier wird der Hochwasserlagebericht erstellt.
 

Information der Bürger

Durch Auswerten von Wettervorhersagen lassen sich Hochwassergefahren in der Regel frühzeitig erkennen. Bei Überschreiten vorgegebener Wasserstände intensiviert der HND die Überwachung an den Pegeln und benachrichtigt die zuständigen Stellen. Die Hauptmeldestellen (i.d.R. Wasserwirtschaftsämter) geben über die Meldestellen (Landratsämter) die Hochwassermeldungen an die Städte und Gemeinden weiter. Diese warnen die betroffenen Bürgerinnen und Bürger. Das Ausmaß von Überschwemmungen wird dabei durch die Meldestufe angegeben
 
Schematische Darstellung der Informationswege  Zum Vergrößern bitte anklicken.
 

Meldepläne der Städte und Gemeinden

Den Städten und Gemeinden kommt als letztem Glied in der Meldekette eine besondere Bedeutung zu. Sie legen in ihren Meldeplänen fest, wer wann und wie zu warnen ist und welche Maßnahmen bei welchen Pegelständen zu veranlassen sind. Hierzu führen die Gemeinden Lagepläne gefährdeter Bereiche oder Objekte, Organisationspläne für die Hochwasserabwehr sowie Verzeichnisse weiterer zuständiger Behörden.